27/05/2026

Gin N’Tonic im Mai

Unsicherheit ist kein Ausnahmezustand mehr, sondern der neue Normalzustand. 

Seit Corona leben Unternehmer:innen in einer Dauerwelle aus Veränderungen, die mit der Corona-Krise angefangen hat und weiter von Kriegen, Inflation, KI-Unsicherheit, Fachkräftemangel sowie EU-Regulatorik geprägt wurde. 

Es existiert keine lineare Abfolge von Krise und Erholung mehr: Krisen kommen parallel und langwellig. 

Und  Führungskräfte können Spannungen realistisch nicht vollständig auflösen, während sie  unter wachsender Unsicherheit und steigendem Druck stehen.
Wie bleibt man also in Zeiten permanenter Stapelkrisen leistungsfähig? Beim Gin N’ Tonic im Mai hat Nina Alice Bauregger den Saal mit dieser Frage in Spannung gehalten. 

Führung heißt für sie, Spannungen auszuhalten und Raum für Nichtwissen und Ambiguität zu schaffen – durch Hebel, um die Menschen in der Organisation in Krisenzeiten unterstützen zu können. Denn das Ziel ist, gemeinsam Unsicherheit durchzustehenund leistungsfähig zu bleiben. 

Ihr Ansatz: People over processes! 

Organisationen funktionieren linear, Menschen hingegen emotional. Ihre Bedürfnisse und Emotionen stehen nicht immer deckungsgleich zu Unternehmenszielen und daraus entstehen Spannungen. 

Die Brücke dazwischen ist Leadership mit Haltung. Das heißt eine Verbindung von Management (Prozessklarheit, Vorgaben, Nicht-Verhandelbares) und Leadership (Werteorientierung, Entwicklung von Menschen, Zugehörigkeit sowie Ehrlichkeit in Unsicherheit: „Ich weiß es gerade nicht.“). 

Dabei sollten wir allerdings  das Prinzip „Selbstschutz vor Fremdschutz“ nicht vergessen.

Nur stabile Führung kann Halt geben. Fehlende Selbstfürsorge unterminiert langfristig sowohl die eigene Leistungsfähigkeit als auch die Belastbarkeit des Teams. 

Individuelle Regeneration, bewusste Erholungszeiten und Offenheit über die eigene Belastung ist somit zentral. 

Eine großes Danke an die Vortragende und natürlich an alle unsere Gäste!