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Wilhelm Exner Medaille

Die Geschichte der Wilhelm Exner Medaille

Die Wilhelm Exner Medaille ist eine österreichische Auszeichnung und wird von der Wilhelm-Exner-Stiftung des Österreichischen Gewerbeverein vergeben. Seit ein paar Jahren gibt es am Tag der Verleihung zusätzlich ein Symposium rund um die Themen der Medaillenträger, die Exner Lectures, das wirtschaftliche und wissenschaftliche Communities zusammenführt.

Eine Geschichte, die von Antikörpergemischen aus Pferdeserum bis zu synthetisch herstellbaren Miniaturausgaben oder zu monoklonalen Antikörpern oder dem Higgs Teilchen reicht.


DER ANLASS. 
Seit 1921 ehrt der Österreichische Gewerbeverein ausgewählte Wissenschaftler mit dem Wilhelm Exner Preis.
Unter den Laureaten befanden sich bisher 21 Nobelpreisträger. Die Auszeichnung ist nach dem Wiener Techniker und Forstwissenschafter Wilhelm Exner (1840 bis 1931) benannt. Er stand auch hinter der Gründung des Technischen Gewerbemuseums (TGM) in Wien-Alsergrund und war 35 Jahre lang Rektor der damaligen Hochschule für Bodenkultur in Wien. 

DIE VERLEIHUNG
der Medaille erfolgt an herausragende Wissenschaftler und Forscher, welche die Wirtschaft direkt oder indirekt durch besondere wissenschaftliche Leistungen in hervorragender Weise gefördert haben.

Die Bewältigung des technologisch gestützten Wandels, die Fähigkeit durch Kreativität und wissenschaftliche Neugier letztlich auch die sozialen Herausforderungen zu bewältigen, zeichnen die Arbeit des Österreichischen Gewerbevereins besonders aus.

DIE TRÄGER
der Wilhelm Exner Medaille stehen für diese kreative Zukunftsausrichtung. Der Österreichische Gewerbeverein setzt damit jedes Jahr ein klares Zeichen dafür, dass nur das kooperative Zusammenwirken zwischen Forschern und Unternehmern die solide Basis für Wohlstand und Wachstum ist. Wilhelm Exner förderte zeitlebens diese Eckpfeiler der wirtschaftlichen Weiterentwicklung, der Gewerbeverein fühlt sich diesem Engagement auch heute verpflichtet.

DIE HERKUNFT:
Ins Leben gerufen wurde die Wilhelm Exner Medaille aus Anlass der 60-jährigen Zugehörigkeit seines Ehrenpräsidenten Wilhelm Exner zum Österreichischen Gewerbeverein. 

DIE MEDAILLE:
Die Medaille hat einen Durchmesser von 7,5 cm und wird aus Bronze hergestellt. Sie trägt auf der Vorderseite das Bild und den Namenszug Wilhelm Exners, auf der Rückseite die Umschrift „Wilhelm-Exner-Medaille des Österreichischen Gewerbevereins in Wien“, den Namen desjenigen, dem die Medaille verliehen wurde, sowie das Jahr der Verleihung.

WEITERE INFORMATIONEN:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Exner 
https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm-Exner-Medaille 

 

 

ÜBER WIHELM EXNER

Wilhelm Exner (1840–1931) betrachtete die zu seiner Zeit stattfindenden umwälzenden Veränderungen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen stets als große Chance und war darauf ausgerichtet, dabei auftretende Probleme offensiv und konstruktiv zu bewältigen.

Exner repräsentierte den weltoffenen österreichischen Liberalismus, der anstelle von Abschottung und Feindbildern sein Engagement für Modernisierung und Umgestaltung von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft einsetzte.

Diese die Persönlichkeit Wilhelm Exners prägenden Charaktereigenschaften sind in ihren Grundzügen auch bei vielen Wilhelm-Exner-Medaillenträgern zu finden.

Mit der Medaille, die seinen Namen trägt, ehrt der Österreichische Gewerbeverein seit 1921 bedeutende Wissenschaftler, deren Theorien, Erkenntnisse und Resultate wichtige gewerbe-industrielle Anwendungen hervorbrachten oder anbahnten. Unter den 222 Preisträgern, aus den Bereichen Physik, Chemie oder Biologie sowie Erfinder und Konstrukteure, deren Ideen und Entwürfe neue Dimensionen des wirtschaftlichen Fortschritts eröffneten und die Entwicklung von Industrie und Gewerbe nachhaltig förderten, finden sich 21 Nobelpreisträger.

The Wilhelm Exner Medal

The Wilhelm Exner Medal is an Austrian award and is awarded by the Wilhelm-Exner-Foundation of the Österreichischer Gewerbeverein (Austrian Association of Entrepreneurs).

The award is dedicated to Wilhelm Exner and has been awarded annually since 1921. Since a few years within the framework of the „Exner Lectures“, which as a symposium around the subjects of the medalists brings together the economic and scientific communities. The medal is awarded to outstanding scientists and researchers who have promoted the economy directly or indirectly through outstanding scientific achievements. The Wilhelm Exner Medal was established as a result of the 60-year affiliation of his honorary president, Wilhelm Exner, to the Austrian Business Association.

Wilhelm Exner (1840-1931) regarded the changing changes in the economic and social framework conditions as a great opportunity in his time and was directed to tackle any problems that might arise in an offensive and constructive way. Exner represented the cosmopolitan Austrian liberalism, which, instead of foreclosure and hostility, used its commitment to modernizing and transforming business, science and society. These characteristics, which characterize the personality of Wilhelm Exner, are to be found in many of the Wilhelm-Exner medalists.

With the medal bearing his name, the Austrian Association of Entrepreneurs has honored important scientists since 1921, whose theories, findings and results are important industrial and industrial Applications.
Among the 222 prize-winners, from the areas of physics, chemistry or biology, as well as inventors and designers, whose ideas and designs opened up new dimensions of economic progress and sustained the development of industry and trade, there are 21 Nobel laureates.

The medal has a diameter of 7.5 cm and is made of bronze. It bears on the front the picture and the inscription Wilhelm Exners, on the reverse the inscription „Wilhelm-Exner-Medaille des Österreichischen Gewerbevereins in Wien“ (Wilhelm Exner Medal of the Austrian Association of Entrepreneurs), as well as the name of the one to whom the medal was awarded and the year of the award.

Die Medaillenträger der Wilhelm Exner Medaille

Die Medaillenträger: 

2017 Fabiola Gianotti, Chad A. Mirkin
2016 Stefan Hell (Nobelpreis), Gero Miesenböck, Emmanuelle Charpentier, Johann Eibl
2015 Sir Gregory Winter 2014 Thomas J. R. Hughes
2013 Joseph M. Jacobson, Heinz Redl
2012 Ted Hänsch (Nobelpreis), Robert Langer, Friedrich Prinz
2011 Michael Grätze, Manfred Eigen (Nobelpreis)
2010 Bertil Anderson, Ada Yonath (Nobelpreis)
2009 Sir Alan Fersht, Christian Wandrey
2008 Zdenek Bazant, Wolfgang Knoll 2007 Wolfgang L. Zagler, Peter Palese
2006 Shuguang Zhang, Hannes Bardach 2005 Jan Egbert de Vries, Hermann Kopetz, Anton Zeilinger
2004 Meir Wilchek, Andreas Ullrich 2003 Helmut List, Hans Sünkel, Dietrich Kraft
2002 Hermann Katinger, Ferdinand Piëch, Andreas Plückthun
2001 Georg Brasseur, Friedrich Dorner, Artur Doppelmayr
2000 Rudolf Rigler, Heinz Saedler, Heinz Brandl
1999 Peter Schuster, Henry Baltes, Gottfried Konecny
1998 Uwe B. Sleytr, Heinz W. Engl, Heiner Ryssel
1997 Klaus Pinkau, Hans A. Leopold, Charles Weissmann
1996 Ingeborg Hochmair-Desoyer, Herbert Mang, Heinrich Klaus Peter Ursprung, Bengt Gustaf Rånby
1995 Jozef Stefaan Schell, Gottfried Biegelmeier, Bruno Buchberger
1994 Siegfried Selberherr, Max L. Birnstiel, Josef Singer
1993 Hellmut Fischmeister, Hans Junek, Aladar Szalay
1992 Willibald Riedler, Peter Komarek, Karl Hermann Spitzy
1991 Michael J. Higatsberger, Karl Schlögl, Herwig Schopper
1990 Takeo Saegusa, Karl Kraus, Gernot Zippe
1988 Hubert Bildstein, Helmut Zahn, Gyözö Kovács
1987 Reimar Lüst, Otto Vogl, Karl Alexander Müller (Nobelpreis)
1986 Viktor Gutmann, Horst Dieter Wahl, Gerhard Dorda
1985 Helmut Rauch, Heinz Maier-Leibnitz, Ernst Fiala
1984 Karl Rinner, Egon Schubert, Adolf Birkhofer
1983 Walter Heywang, Kurt Magnus, Ernst Brandl
1982 Sir Stanley Hooker, Hendrik Brugt Gerhard Casimir, Edmund Hlawka
1981 Josef Schurz, Anton Pischinger, Adriaan Wijngaarden
1980 Willem Johan Kolff, Otto Hittmair, Günther Wilke, Ernst Fehrer
1979 Winfried Oppelt, Ferry Porsche, Christian Veder, Alfred Kastler (Nobelpreis)
1978 Max Auwärter, Hans Tuppy, Friedrich Ludwig Bauer
1977 Viktor Hauk, Hans Scherenberg, Fritz Paschke, Erwin Plöckinger
1976 Theodor Wasserrab, Ferdinand Steinhauser, Ferdinand Beran
1975 Ladislaus von Rabcewicz, Klaus Oswatitsch, Herbert Döring, August F. Witt
1974 Sir Godfrey Newbold Hounsfield (Nobelpreis), Siegfried J. Meurer, Roland Mitsche, Peter Klaudy
1973 Richard Kieffer, Otto Kraupp, Otto Hromatka, Guido Peter Pirquet, Bruno Kralowetz
1972 Heinz Zemanek, Eberhard Spenke
1971 Willibald Jentschke, Karl Ziegler (Nobelpreis), Hans List
1970 Sir Alastair Pilkington, Otto Kratky, Herbert Trenkler, Charles Hard Townes (Nobelpreis)
1969 Wolfgang Gröbner, Wernher von Braun, Philip Weiss, Konrad Zuse, Hermann Oberth, Hans Nowotny
1968 Richard Kwizda, Leopold Küchler, Adolf Leonhard
1967 Sir William Penney, Max Ferdinand Perutz (Nobelpreis), Karl V. Kordesch
1966 Sir Henry Charles Husband, Fritz Wessely, Fritz Stüssi
1965 Fritz Regler, Adolf Slattenschek, Adolf Pucher
1963 William Shockley (Nobelpreis), Philip Sporn, Eduard Justi
1962 Theodor von Kármán, Franz Patat, Albert Caquot
1961 Sir John Douglas Cockcroft (Nobelpreis), Rudolf Vogel, Paul Harteck
1960 Sir Howard Walter Florey (Nobelpreis), Lise Meitner, Eugène Freyssinet
1959 Richard Joseph Neutra, Reinhard Straumann, Carl Wagner
1958 Otto Hahn (Nobelpreis) 1957 Sir Alexander Fleck, Pier Luigi Nervi, Josef Mattauch, Fritz Feigl, Erika Cremer, Erich Schmid
1956 Sir Christopher Hinton, Johann Arvid Hedvall, Heinrich Sequenz, Franz Holzinger
1955 Paul Schwarzkopf, Ferdinand Campus, Bernhard Moritz Gerbel
1954 Gustav Hüttig, Geoffrey Taylor, Edoardo Torroja, Berta Karlik
1953 Karl Girkmann, Hans Lieb
1952 Richard Johann Kuhn (Nobelpreis), Gustav Adolf Schwaiger
1951 Ludwig Prandtl, Karl Holey, Eduard Heinl
1937 Sir Harold Hartley, Friedrich Bergius (Nobelpreis), Ernst Späth
1936 Lord Ernest Rutherford of Nelson (Nobelpreis), Franz Joseph Emil Fischer, Ferdinand Porsche
1935 Wolf Johannes Müller, Arne Frederic Westgren
1934 Hermann F. Mark, Guglielmo Marconi (Nobelpreis)
1932 Otto Waldstein, Friedrich Ignaz von Emperger, Carl Bosch (Nobelpreis)
1931 Rudolf Saliger, Carl Hochenegg
1930 Johannes Ruths, Johann Kremenezky, Hermann Michel
1929 Paul Ludwik, Fritz Haber (Nobelpreis)
1928 Mirko Gottfried Ros, Friedrich Gebers
1927 Hugo Junkers, Heinrich Mache
1926 Michael Hainisch, Georg Wilhelm Graf von Arco, Ernst Krause
1925 Rudolf Halter
1924 Carl Julius von Bach
1923 Wilhelm Ostwald (Nobelpreis), Rudolf Wegscheider, Josef Maria Eder, Hubert Engels, Alfred Collmann 1922 Carl Paul Gottfried von Linde
1921 Carl Auer von Welsbach, Wilhelm Exner, Oskar von Miller