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Open House 9 at ÖGV

JÖGV | 14. März 2017

Mit dem Begriff  Digitalisierung wird der Wandel von analog hin zu elektronisch gestützten Prozessen bezeichnet – und zwar durch die Informations- und Kommunikationstechnik.
Es wird angenommen, dass es der Menschheit im Jahr 2002 das erste Mal möglich war mehr Informationen digital zu speichern, als analog verfügbar waren. Dies wird als der Beginn des „digitalen Zeitalters“ gesehen. Im Jahr 2007 waren bereits 94% der weltweilten Informationen digitalisiert.


Noch nie war es so einfach wie heute digitale Geschäftsmodelle global umzusetzen.
Warum aber kommen weltweite Erfolgsdeschichten wie zB UBER, Spotify oder airbnb nicht aus Österreich?
Um dieser Frage ein wenig genauer nachzugehen luden die Jungunternehmer der österreichischen Gewerbevereins am 14. März zu einer Interviewrunde mit Richard Lutschuonig (Paybon GmbH) und Markus Breitenecker, (Gründer Puls 4 und Geschäftsführer von ProSiebenSat.1 PULS 4).


Im Interview wurden gleich ernüchternde Fakten auf den Tisch gelegt:
Gemäss WKÖ wurden 2016 jeden Tag 114 österreischische Unternehmen gegründet.
8 von 10 Unternehmen überstehen die ersten drei Jahre. So weit, so gut.
Im Global Innovation – Index ist Österreich jedoch gerade mal auf dem Platz 20 zu entdecken, und bei Venture Capital Deals sind wir auf dem 33. Platz angesiedelt.
Angriff  ist die beste Verteidigung meint Markus Breitenecker und erklärt, dass wir uns nicht vor dem innovativen USA mit den Big Five aus Silicon Valley (Amazon, google, facebook, Apple, Linked In) fürchten dürfen. Weiters weist er darauf hin, dass gerade hier in Wien viel Aufholarbeit geleistet wird.


Mit 100 Millionen Deutschsprachigen steht auch ein großer Markt zur Verfügung.
Dass zu wenig Venture Capital für die 2. und 3. Finanzierungsrunde besteht, darin sind sich die Interviewpartner einig. Hier sind internationale Investoren gefragt. Entscheidend für den globalen Wurf ist die gezielte Förderung österreichischer Stärkefelder. Gelingt es der Industrie, dem Maschinenbau, Sport / Tourismus und der Ökologietechnologie die Weiterentwicklung Richtung digital, stehen die Chancen gut, globalen Playern etwas noch Größeres entgegen zu stellen. «Jeder Medienbeitrag hilft uns, das nötige gesellschaftliche Bewusstsein für junge Unternehmen und Start-ups zu schaffen.



Seit meine Oma 2Minuten 2 Millionen schaut, glaubt sie zu wissen, was ich den ganzen Tag tue», so Richard Lutschuonig. Mit seinem Unternehmen «paybon» digitalisiert er Essens-Bons.


Ohne eine Änderung im Mindset geht es jedoch nicht, speziell wenn es um Dinge wie „trial and error“ geht. Rapid Prototyping und „mal probieren, dann werden wir schon sehen“ hilft die Frequenz in der Innovation zu erhöhen. Ein experientierfreudigeres Investorenumfeld wäre ebenso dringend von Nöten.


 


Die Jungunternehmer des österreichischen Gewerbevereins (JÖGV) bilden eine Interessensgemeinschaft, bei der Business Transfer und wirtschaftlicher Erfolg im Focus steht. Gemeinsam soll junges und erfahrenes Unternehmertum gleichermaßen gefördert werden. Mit dabei waren unter anderem Andreas Gnesda, Präsident des ÖGV und Alexander Oberenzer, Präsident der Jungunternehmer im ÖGV, Salome Wagner, Initiatorin Fuckup Nights Vienna und Inhaberin Sparkling Stream, Robert Hacksteiner, Geschäftsführer Trendzeit Handels GmbH und Klaus Mec, CEO Medical Systems GmbH.

Österreichischer
Gewerbeverein