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20. November 2018
20. November 2018

Blaha Gartenmöbel GmbH - Generationenwechsel im Familienunternehmen

Ein Generationenwechsel innerhalb eines Familienbetriebs ist ein aufwendiger und langer Prozess, der für jeden Beteiligten eine Herausforderung darstellt. Als Sohn des Geschäftsführers eines Familienbetriebes kann Steven Blaha aus erster Hand von seinen Erfahrungen berichten, die er in der Rolle des Nachfolgers erlebt.

Steven soll in Zukunft in 3. Generation die Blaha Gartenmöbel GmbH führen, ein Familienunternehmen das anno 1950 von seinem Großvater gegründet wurde. Der Enkel durchlief seit seiner Kindheit alle Abteilungen des Unternehmens und ist seit seinem Studium bereits mehrere Jahre an der Seite der Geschäftsführung, seinem Vater, im Unternehmen tätig. Der Junior sieht die Möglichkeit in die Fußstapfen der Altvorderen zu treten als Privileg und eine Chance.

Bis die Übernahme erfolgt sind jedoch viele Fragen zu klären, eine gute Strategie ist gefragt. Ein Unternehmen besteht selten nur aus der Geschäftsführung. Es gibt Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und jedes Teammitglied soll in die Entscheidungen einbezogen werden. Wo viele Leute ihr Mitspracherecht nutzen dürfen, entstehen aber auch Konflikte.

Zur Unterstützung hat die Familie einen Coach mit einbezogen. Seine Aufgabe besteht darin, die verschiedenen Positionen innerhalb der Familie aufzuzeigen und Meinungsverschiedenheiten nachvollziehbarer zu machen. Er beobachtet Diskussionen und versucht Gespräche zu moderieren. So kann auf der Sachebene miteinander kommuniziert werden, ohne vom eigentlichen Inhalt abzukommen. Vor allem die Entscheidung, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um die Führung und Verantwortung, somit auch die Zukunft des Unternehmens an die nächste Generation abzugeben, ist für die Familie eine große Herausforderung. Auch zukunftsweisenden Fragen bezüglich der Vision jedes einzelnen Akteurs für das Familienunternehmen oder mögliche Übergabeformen sind keine leichten Themen. Abgesehen von zwischenmenschlichen Fragen darf aber auch der bürokratische Teil nicht außer Acht gelassen werden. Im Fall von Steven Blaha stellt dies jedoch keine große Hürde dar, da seine gesamte Ausbildung darauf ausgelegt war, die Position seines Vaters zu übernehmen und den reibungslosen Wechsel sicherzustellen.

Weitere Infos zu dem Thema: www2.deloitte.com/at/de/seiten/tourismus/artikel/checkliste-betriebsuebergabe-uebernahme.html