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10.02.2012

Spar-, Reform-, Stabilitätspaket? Wir werden es am Ergebnis messen.

27.01.2012

ÖGV fordert Steuerstrukturreform samt Aus für Bagatellsteuern

23.01.2012

ÖGV fordert tiefgreifende Strukturreform

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Die WILHELM EXNER MEDAILLE

(c) Alle Fotos: Foto Schuster

Die Wilhelm Exner Medaille wurde zum 76sten Male seit 1921 die Wilhelm-Exner-Medaille, heuer durch Wissenschaftsministerin Beatrix Karl, überreicht.

Die Verleihung der Medaille erfolgt an herausragende Wissenschaftler und Forscher, welche die Wirtschaft direkt oder indirekt durch besondere wissenschaftliche Leistungen in hervorragender Weise gefördert haben.
( www.wilhelmexner.org )



Wilhelm Exner Medaillenträgerin 2010 – Ada Yonath

Ada Yonath legte ihren Forschungsschwerpunkt auf die Entschlüsselung von Struktur und Mechanismus der Ribosomen, jener Moleküle, die den genetischen Code eines Organismus in Proteine übersetzen, mittels Röntgenkristallographie. Dieses Vorhaben wurde in der wissenschaftlichen Gemeinschaft als unrealisierbar erachtet, dennoch gelangen Yonath 1980 die ersten Kristalle der großen Untereinheit des Ribosoms. Die kontinuierliche Weiterentwicklung dieses Ansatzes führte 20 Jahre später zur vollständigen, hochauflösenden räumlichen Darstellung beider Untereinheiten des Ribosoms. Yonath konnte im Detail zeigen, wie genetische Information dekodiert wird und wie Antibiotika an die Ribosomen von Bakterien binden und sie so blockieren. Yonaths Arbeiten haben enorme Resonanz in der globalen Forschung ausgelöst und sind zum Ausgangspunkt für die Entwicklung neuer Antibiotika geworden. Als Direktorin des Kimmelmann Center forscht und lehrt sie am Weizman Institute of Science, Israel und wurde 2009 für ihre Arbeiten mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.


Wilhelm Exner Medaillenträger 2010 – Bertil Andersson

Bertil Andersson ist einer der international führenden Biochemiker, dessen überragende Reputation weit über sein Tätigkeitsfeld hinaus geht. Er hat weit mehr als 300 wissenschaftliche Publikationen, hauptsächlich über Fotosynthese veröffentlicht, die über 10.800 mal zitiert wurden. Neben seiner wissenschaftlichen Exzellenz widmete er sein gesamtes Leben der Überführung seiner Forschungsergebnisse in Anwendungen und neue Technologien. Besonders augenfällig war dies während seiner Zeit an Schwedischen Universitäten, wo er in mehrere Spin-offs kleinerer Life Science Unternehmen eingebunden war. Dieses Talent wurde 2007 durch seine Berufung zum Rektor der Nanyang Technological University in Singapur weiter beflügelt. Dort ist das Bewusstsein über die elementare Notwendigkeit Forschungsergebnisse in industrielle Innovationen zu überführen substanziell besser ausgebildet und zudem ein essentielles Element aller akademischen Aktivitäten.


ÖGV-Unternehmer 2010 – Herbert Wimberger

Herbert Wimberger vereinigt die Ideale Wilhelm Exners in sich: als Erfinder, Beweger und als Verbinder ist er ein Entrepreneur, der privates und unternehmerisches Engagement nie trennen wollte von seinem persönlichen Einsatz für fortschrittliche Entwicklung in der Branche, in der Wirtschaft, in der Gesellschaft. Sein Lebenswerk spiegelt beide Seiten: Mit WimTec und der Marke SanTec hat er im niederösterreichischen Ferschnitz - dort, wo vor kaum zwanzig Jahren noch „grüne Wiese“ war - ein Unternehmen entwickelt, das heute Gebäude in Österreich wie in ganz Europa mit modernster Sanitärtechnik ausstattet und das 60 Menschen in Arbeit hält. Mit WiP – Wirtschaftsantrieb am Punkt – hat er schon 2002 jene Plattform begründet, die gemeinsame Erfahrung und gemeinsames Wissen zwischen Unternehmen nutzbar macht und die zu einer unüberhörbaren Stimme kleiner und mittlerer Unternehmen in Niederösterreich geworden ist.


ÖGV-Unternehmer 2010 – Johannes Gutmann

1988 gründet Johannes Gutmann „Sonnentor“ und bietet als Jungunternehmer, der „nix ist, nix kann und nix tut“, den Bauern in seiner Umgebung eine Kooperation an. Die Bauern akzeptieren sein Angebot, sein Konzept geht auf. „Es war damals ein kleiner Nischenmarkt, der sich in eine positive Richtung entwickelt hat. Und ich war schneller als die anderen“, so Gutmann. „Vom Spinner zum Winner“ ist ein Ausdruck, den Gutmann des Öfteren in diesem Zusammenhang für sich benützt. Er setzte von Anfang an auf den Gesundheitsaspekt, auf biologische Lebensmittel. Eine weitere wichtige Zutat für sein Erfolgsrezept sei die Transparenz. Auf jedem Sonnentor-Produkt sei von Beginn an auf den Etiketten der Name des Bauern oder Herstellers zu finden. „Das Konzept vom Hirn ins Geldbörsel hat funktioniert“, sagt der Bio-Pionier. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erreicht Sonnentor 20,5 Millionen Euro Umsatz. Das Unternehmen exportiert heute in 45 Länder und beschäftigt 190 Mitarbeiter, in der Hauptsaison 260 Mitarbeiter.


ÖGV-Unternehmer 2010 – Wolfgang Lusak

Mag. Wolfgang Lusak war immer schon ein Freigeist, ein unternehmerischer Mensch. Seit 13 Jahren ist er als einer der profiliertesten Marketingexperten Österreichs etabliert und gilt als Nr.1 unter den österreichischen Lobbying-Coaches. Der ÖGV zeichnet ihn zu vorderst aber für sein unbändiges Engagement für die mittelständische Wirtschaft aus. Seine exzellenten Recherchen, Strategien, Projektpläne, Workshops und Verhandlungen haben ihn zu einem der gefragtesten Consulter und Coaches Österreichs gemacht. Seine reiche Erfahrung, Wirtschaftspraxis und Formulierungskunst ließen ihn auch zu einem der begehrtesten Vortragenden, Seminarleiter und Presse-Kolumnisten werden. Seine größte Herausforderung bleibt es aber dem Mittelstand die Bedeutung von Lobbying aufzuzeigen und ihm dazu die notwendigen Instrumente in die Hand zu geben, um die eigenen Anliegen erfolgreich zu kommunizieren.


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